Die richtige BIM Lösung
AEC3 beteiligt sich am Projekt MEFISTO als Projektpartner
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt MEFISTO erforscht und entwickelt Lösungen für das Zusammenführen und Aufbereiten der in einem Bauprojekt anfallenden Informationen. Auf dieser Grundlage sollen genauere Analysen und letztendlich bessere Entscheidungen für einen reibungslosen Bauablauf ermöglicht werden. Zentrale Aspekte sind die Anwendung offener Standards und die Etablierung der Methode des Building Information Modelling. AEC3 ist als Projektpartner an der Spezifikation der Prozesse beteiligt und für die Integration des offenen BIM-Standards IFC verantwortlich.
Gutachten zu den Auswirkungen von Building Information Modeling
Dr. Thomas Liebich [AEC3 Deutschland GmbH] hat gemeinsam mit Siegfried Wernik [Léon Wohlhage Wernik Architekten] und Carl-Stephan Schweer [RAUE LLP] die Ausschreibung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung über ein Gutachten zum Thema "Die Auswirkungen von Building Information Modelling (BIM) auf die Leistungsbilder und Vergütungsstrukturen für Architekten und Ingenieure sowie auf die Vertragsgestaltung" gewonnen, in dem zu untersuchen war, ob und wie es zu einer Verschiebung des Aufwandes innerhalb der Planungsphasen bei der Anwendung der BIM Methode kommt, und welche Veränderungen für die Leistungsbilder der Architekten und Ingenieure zu erwarten sind. Das Gutachten dient ebenfalls dazu, mögliche Veränderungen der vertraglichen Rahmenbedingungen umfassend zu untersuchen sowie Empfehlungen zur Novellierung der HOAI aus Sicht von BIM vorzuschlagen.
Basierend auf dieser Aufgabenstellung beschreibt das Gutachten den derzeitigen Stand der BIM Anwendung in anderen Ländern und vergleicht dazu den Stand in Deutschland. Aus dieser Grundlagenermittlung und dem Status quo in Deutschland werden die Kernthesen und Empfehlungen entwickelt. Es wird festgehalten, dass die Effizienz der BIM Methode, und die damit verbundenen Vorteile des Bauherrn bezüglich Termin-, Kosten- und Qualitätssicherheit, ursächlich von den in den Thesen genannten Rahmenbedingungen abhängig sind und sich die vertraglichen Rahmenbedingungen anpassen müssen. Insbesondere wird auf kooperationsverpflichtende Regularien bei der Vertragsgestaltung, BIM Richtlinien, Rechtssicherheit und Anreize bei der Preisgestaltung sowie Verankerung der neuen Leistungsbilder hingewiesen.
Download Gutachten [pdf 1500 KB]
Erstellung der BIM Richtlinie und die BIM Qualitätskontrolle für drei BIM Pilotprojekte
Für drei Bauprojekte der US Gaststreitkräfte in Bayern wurde AEC3 beauftragt eine BIM Richtlinie und die anschließende BIM Qualitätskontrolle durchzuführen. Die BIM Richtlinie, bestehend aus drei Teilen, einer allgemeinen Beschreibung von Building Information Modelling und den Anforderungen an das virtuelle Gebäudemodell für die Projektabwicklung, einer spezifischen Beschreibung der BIM Anforderungen an die Architektur- und Haustechnikplanung, und einer konkreten Objekttabelle all der Informationen, die in einem virtuellen Gebäudemodell zu den vereinbarten Planungsphasen vorliegen, und an den Auftraggeber zu übermitteln sind.
HESMOS
In dem von der EU geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekt HESMOS arbeitet AEC3 gemeinsam mit den anderen Partnern an einer Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Ziel des Projekts ist es, die neue Methode des Building Information Modellings für die Planung von energetisch effizienteren Gebäuden mit geringeren Lebenszykluskosten zu nutzen. Der Hauptschwerpunkt
liegt in der Unterstützung der Kostensicherheit von public-privat-partnership (PPP) Projekten über deren gesamten Lebenszyklus.
AEC3 unterstützt die neue IFC2x3 Zertifizierung
Softwarehäusern, die das IFC Datenformat in ihren Programmen unterstützen, bietet buildingSMART International seit einigen Jahren eine Zertifizierung an. Dabei wurde geprüft, ob ein Softwarehaus grundsätzlich in der Lage ist, den IFC Standard zu unterstützen. Diese Form der vorherigen Zertifizierung konnte jedoch nicht eine wirkliche Qualitätssicherung etablieren.
Um die Qualität erheblich zu steigern, hat buildingSMART International Dr. Thomas Liebich und Prof. Rasso Steinmann gebeten, ein neues Zertifizierungsverfahren zu entwickeln, das nicht nur die grundsätzliche Fähigkeit der Softwarehäuser zertifiziert, sondern auch die tatsächlich erreichte Qualität. Bei der Entwicklung des neuen Verfahrens auf Basis einer Online Zertifizierungsplattform arbeiten das Institut für angewandte Bauinformatik München (iabi), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die AEC3 Deutschland GmbH eng zusammen. Die neue Zertifizierung bietet eine automatische Prüfung der IFC Exportdateien, einen integrierten 3D Viewer, um die Ergebnisse anzuzeigen, und spezielle Test Instruktionen und Testdateien für die Prüfung der IFC Fähigkeit der Programme.
IFC4 Entwicklung
Seit 1997 arbeitet Dr. Thomas Liebich an der Entwicklung der IFC (Industry Foundation Classes). Seit 1999 ist er der Leiter des internationalen IFC Entwicklungsteams. Nach anfänglichen Umsetzungsproblemen hat sich IFC mittlerweile als das openBIM Austauschformat erfolgreich am Markt behauptet und wird kontinuierlich weiter entwickelt. Der nächste große Schritt ist die Entwicklung der Version IFC4, die in vielen Bereichen wichtige Erweiterungen und deutlich effizientere Datenstrukturen anbietet. Besonders wichtig dabei ist, dass IFC4 gleichzeitig als ISO 16739 bei der Internationalen Standardisierungsorganisation ISO eingereicht und formell standardisiert wird.
BIM im internationalen Architekturwettbewerb "National Museum at Vestbanen Oslo"
Statsbygg, die staatlichen Bauverwaltung Norwegens mit Sitz in Oslo beauftragte die AEC3 Deutschland GmbH mit der Vorbereitung, Beratung und Unterstützung der Vorprüfung eines offenen, zweistufigen internationalen Architekturwettbewerb für das "National Museum of Art, Architecture and Design" in Oslo. Es war der weltweit erste Architekturwettbewerb, bei dem explizit der Einsatz von BIM in der Entwurfsphase gefordert wurde. Die Abgabe von traditionellen Architekturmodellen war in der ersten Stufe nicht mehr vorgesehen, es wurden insgesamt 235 virtuellen Modelle im IFC Format eingereicht. In der zweiten Stufe wurden die virtuellen Gebäudemodelle von den sechs verbliebenen Kandidaten weiter entwickelt - die abgegebenen IFC Modelle konnten dann objektiv verglichen, auf die Einhaltung des Raumprogramms geprüft, und in ein virtuelles Stadtmodell zur Begutachtung eingesetzt werden.



