Mit BIMQ in die Zukunft – Die Software im Einsatz bei Studierenden der TH Augsburg
Einrichtung: Technische Hochschule Augsburg
Studiengang: Digitaler Baumeister
Modul: BIM/Digitalen Planen und Bauen
Semester: Sommersemester 2025
Projekt: Interdisziplinäre Modellierung eines Büro- und Laborgebäudes
Beteiligte: Alle Studierenden aus dem 2. Semester Digitaler Baumeister und aus dem 6. Semester Bauingenieurwesen
Betreuung: Prof. Dr. Tobias Maile, Professor für Softwareentwickung im Bauwesen, Studiengang Digitaler Baumeister, THA
Im Rahmen des Moduls „Big Open BIM“ entwickelten Studierende der TH Augsburg ein digitales Modell eines fünfgeschossigen Gebäudes. Ziel war es, den Planungsprozess unter realitätsnahen Bedingungen mit einem offenen BIM-Workflow abzubilden. Die Studierenden übernahmen Rollen wie BIM-Manager, Autor, Qualitätssicherer, Statiker und Baubetrieb.
BIMQ wurde als Tool zur Definition und Verwaltung von Informationsanforderungen eingesetzt – insbesondere für die Qualitätssicherung in den Anwendungsfällen Tragwerksplanung, 5D-Baubetrieb und Modellübergaben im Kalkulationsprozess.

Vor dem Einsatz von BIMQ stand das Team vor mehreren Herausforderungen
Unterschiedliche Modellierungsstile führten zu Inkonsistenzen, und die fehlende, inkonsistente oder uneinheitliche Attributierung erschwerte die Qualitätssicherung. Besonders aufwendig und fehleranfällig waren di Modellierung und relevante Parameter zur Berücksichtigung von Bauabschnitten, was den gesamten Prozess belastete. Mit der Einführung von BIMQ konnten diese Probleme effizient gelöst werden. Softwarefunktionen wie die Definition von Bauteilgruppen und Eigenschaften sowie die Erstellung und Export von IDS-Dateien machten es möglich, projektspezifische Anforderungen strukturiert zu erfassen und IDS-Dateien für eine regelbasierte Prüfung in der Prüfsoftware zu generieren.
„Die IDS-basierte Modellprüfung mit BIMQ und Solibri hat gezeigt, wie wichtig strukturierte Übergaben im Kalkulationsprozess sind – ein echter Mehrwert für die Praxis.“ — Annika Brandner, Studentin Digitaler Baumeister (6.Semester)

„BIMQ hat uns geholfen, die Qualitätssicherung auf ein neues Level zu heben – trotz anfänglicher Hürden konnten wir strukturierte Anforderungen definieren und gezielt prüfen.“ — Helgi Eggerz, Student Digitaler Baumeister (2.Semester)
Takeaways und Vorteile von BIMQ auf einem Blick
✅ Strukturierte Modellprüfung: IDS-Dateien aus BIMQ ermöglichten gezielte Prüfungen in Solibri
✅ Durch eine von Beginn an einheitliche und strukturierte Attributierung war eine vereinfachte Fehlererkennung z.B. für Bauabschnitte, tragenden Bauteile (Statik) oder Feuerwiderstandsklassen möglich
✅ Auf Basis der Informationsanforderungen und der aus BIMQ generierten Prüfregelvorlagen konnten Fehler regelbasiert erkannt, anschließend über das BCF-Format kommuniziert und direkt im Team behoben werden
✅ Durch die Definitionen in BIMQ konnte sichergestellt werden, dass die Bauabschnitte korrekt attributiert sind, um diese IFC-basiert erfolgreich in ein 5D-Tool weiter zu verwenden.
✅ Lernfortschritt: Studierende entwickelten ein tiefes Verständnis für die Bedeutung strukturierter Datenanforderungen.
„Mit BIMQ lassen sich Objekt- und Eigenschaftsanforderungen im Kontext von AIA und BAP nicht mehr nur als Text oder Tabelle, sondern endlich strukturiert und digital definieren“. Prof. Dr. Tobias Maile, Professor für Softwareentwickung im Bauwesen, Studiengang Digitaler Baumeister
BIMQ wird weiterhin an der TH Augsburg eingesetzt
Die Erfahrungen zeigen, dass BIMQ ein wertvolles Werkzeug für die Lehre ist. „Mit BIMQ lassen sich Objekt- und Eigenschaftsanforderungen im Kontext von AIA und BAP nicht mehr nur als Text oder Tabelle, sondern endlich strukturiert und digital definieren“, so Prof. Dr. Tobias Maile. Er plant, BIMQ weiterhin in Modulen des Studiengangs Digitaler Baumeister einzusetzen und die Integration in komplexere Szenarien auszubauen.

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